Spätestens seit der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck am 30.03.2022 die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas ausgerufen hat, wurde vielen Bürgern bewusst, dass die Versorgungssicherheit in der Bundesrepublik Deutschland nicht selbstverständlich ist.

Gasversorger kümmern sich ständig darum, diese Versorgung sicherzustellen und auch für Fälle der Verknappung der Ressource Gas gewappnet zu sein. Prozesse, die vor dem Krieg in der Ukraine kaum Anwendung fanden oder im Versorger-Alltag gar nebensächlich waren, rücken durch die neue Situation in den Fokus und erhöhen den Druck auf die Effizienz. Dazu zählen die Vorkehrungen, um im Krisenfall bestimmte Verbraucher vom Gasnetz abtrennen zu können, wenn dies erforderlich ist.

Welche Verbraucher dies betreffen kann, ist einerseits vertraglich geregelt, andererseits bedarf es komplexer Berechnungsalgorithmen und umfangreicher Daten aus verschiedenen IT-Systemen, um im Krisenfall genau die richtige Entscheidung treffen zu können.

Auch in Anbetracht der aktuellen Zeitenwende haben sich ersten Versorgungsunternehmen dazu entschlossen, manuelle Prozesse im Engpassmanagement Gas sukzessive zu automatisieren und setzen dazu auf die Low-Code-Plattform X4 BPMS von SoftProject.

Mit der X4 BPMS werden in einem ersten Schritt über eine Schnittstelle zur Netzleittechnik Lastdaten der aktuellen Vergangenheit, Daten von RLM-Zählern (registrierende Leistungsmessung) von Großverbrauchern und aktuelle Wetterdaten automatisiert dem Krisenvorsorgetool Gas zur Verfügung gestellt. Damit kann dieses Tool ohne manuelles und fehleranfälliges Befüllen die Berechnung und Anzeige möglicher abschaltbarer Leistungen bei Gas-Engpässen berechnen und so die Dispatcher in der Leitstelle entlasten.

Ausblick: In weiteren Schritten ist sukzessiv die vollständige Ablösung der Excel-Lösung Krisenvorsorge Gas durch die Digitalisierungsplattform X4 BPMS geplant.

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